Tropfenschildkröte

Die Tropfenschildkröte (Clemmys guttata) gehört zu den Neuwelt-Sumpfschildkröten. Sie reiht sich in der Unterordnung in die Halsberger-Schildkröten ein und gehört zur Unterfamilie der Emydinae. „Clemmys“ beschreibt ihre Gattung. Sehr exotisch mutet die Tropfenschildkröte aufgrund ihrer besonderen Färbung an. Sowohl der Panzer, als auch die Haut sind ein echter Hingucker.

Beschreibung

Auf mehr als 12 Zentimeter Panzerlänge kommt die Tropfenschildkröte nicht. Der Rückenpanzer ist glatt und flach und grundsätzlich schwarz. Dekoriert wird er durch gelbe, runde Flecken. Das ebenfalls dunkle Haupt ist auch gelb bis maximal hellorange getupft. Der Bauchpanzer hat mittig einen großen, fast schwarzen Fleck. Die Damen haben ein gelbes Kinn und gelbe Augen, wohingegen die Herren der Schöpfung sich mit einem braunen Kinn und einer dunklen Iris schmücken. Der Schwanz der Ladies ist kürzer und schlanker.

Die Unterarten

Die Tropfenschildkröte, die Moorschildkröte und die Waldbachschildkröte gehören allesamt zu den amerikanischen Wasserschildkröten.

Der Lebensraum

Ursprünglich kommt die Tropfenschildkröte aus dem Norden der USA und vereinzelt Kanada. Sie mögen flache Gewässer, ungern sehr bewegt. Stattdessen am liebsten stehende Gewässer oder eben langsam Fließende. Sie fühlt sich wohl im schlammigen Böden und mannigfaltiger Vegetation. An Land kommt die Tropfenschildkröte selten, wenngleich sie kein wirklich eleganter Schwimmer ist.

Die Ernährung

Clemmys guttata mag gerne Mehlwürmer, Regenwürmer, getrocknete Gaamare, Löwenzahn, Kellerasseln und kleine Schnecken samt Gehäuse. Auch sollte eine Sepiaschale bereitstehen mit zerstoßener Eierschale. Zudem frisst sie auch schon mal Heimchen oder ein Mäusebaby. Kräuter stehen ebenso auf ihrer Menüliste. Wassersalat und die Sepiaschale sollten stets vorhanden sein, generell bewährt sich sonst eine zweitägige Fütterung.

Fortpflanzung

Etwa 4 Jahre alt muss die Tropfenschildkröte sein, bis sie geschlechtsreif ist. Im Frühjahr, zwischen März und Mai, findet die Paarungszeit statt. Es bedarf hierzu einer Wassertemperatur zwischen 9 und 15 Grad Celsius. Ob das Weibchen paarungsbereit ist, signalisiert sie unmissverständlich: Reckt sie den Kopf deutlich aus dem Panzer, so sei dem Männchen der Zutritt gestattet. Sie hingegen hält so schlicht inne. Ist sie unwillig, wird Sie ausreißen und schnell ein Versteck aufsuchen.

Gefährdung der Art

Die Tropfenschildkröte wird vermutlich bis zu 40 Jahre alt. Sie steht in der roten Liste gefährdeter Arten der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources.

Zucht

Nach der Paarung werden die Eier, zwischen Mai und Juni, in den Boden abgelegt. Dazu hat sie Schildkrötendame eigens kleine Mulden gegraben. Dieser Ritus findet zumeist in den Abendstunden statt. Bis zu 3 Stunden bedarf es der Eiablage. Zwischen August und September schlüpfen die Jungen. Die Eier ruhen also unter ihrer Sandschicht etwa 8 bis 12 Wochen.

Winterruhe

Tropfenschildkröten brauchen flaches Wasser und wenig Landanteil. Ganz weglassen kann man ihn dennoch nicht, allein zum Zwecke der Eiablage. Ab Mitte November sollte das Licht reduziert werden: Aller etwa 3 Tage morgens und abends um eine Stunde, bis es dunkel bleibt. Vor der Winterstarre sollte noch einmal eine Wurmkur verabreicht werden und ab der Dunkelphase gibt es kein Futter mehr. Etwa 6 Zentimeter Wasser sollte stehen bei Tieren die ein Stockmaß von 6 Zentimetern aufweisen. Das Abkühlen erfolgt dann peu á peu, bis auf 5 bis 7 Grad Celsius herunter. Etwa 3 Monate Winterstarre sind adäquat, danach sollten die Tiere wieder schrittweise erwärmt werden.

Haltung

Die Wassertemperaturen sollten in den Sommermonaten zwischen 25 und 26 Grad Celsius am Tag haben und des Nachts zwischen 20 bis 22 Grad. Die Aufgänge zu dem Landanteil haben 28 bis 33 Grad. Möchte die Tropfenschildkröte sich also aufwärmen, so wird sie diesen Ort rein instinktiv wählen. 2 Leuchtstoffröhren sollten 30% UVA und 5% UVB-Strahlung veräußern. Diese werden mit 30 Watt betrieben. Zudem kommen zwei Strahler hinzu, zu je 25 Watt. Die Leuchtstoffröhren sollten einmal im Jahr gewechselt werden, am besten um ein halbes Jahr versetzt. Mittels Zeitschaltuhren wird der Tag-Nacht-Rhythmus simuliert.