Mississippi-Höckerschildkröte

Die Mississippi-Höckerschildkröte (Graptemys pseudogeographica kohnii) ist eine Falsche Landkarten-Schildkröte. Das wäre sozusagen der Überbegriff und diese unterteilen sich in zwei Unterarten. Einmal unsere Mississippi-Höckerschildkröte und die Missouri-Höckerschildkröte. Von den Höckerschildkröten allerdings gibt es 3 Arten: Die Falsche Landkartenschildkröte (Graptemys p. pseudogeographica), die Mississippi-Höckerschildkröte und die Ouachita-Höckerschildkröte (Graptemys ouachitensis ouachitensis). Zudem gehört die Mississippi-Höckerschildkröte auch noch in die Kategorie der Schmuckschildkröten-Artigen. Somit ist ganz klar, dass die eigentlichen Unterarten wirklich gering sind, aber so ganz allein ist die Mississippi-Höckerschildkröte dann zum Glück doch nicht.

Beschreibung

Die Mississippi-Höckerschildkröte, nennen wir sie doch kurzerhand Missi, variiert farblich von sämtlichen Brauntönen bis olivgrün. Die Panzerlänge der Mädels misst bis zu 27,3 Zentimeter, die Herren der Schöpfung kommen nur auf bis zu 14,6 Zentimeter. Ihren Zweitnamen, nämlich die Falsche Landkartenschildkröte, hat sie aufgrund der Jungtiere. Mit den Jahren verwaschen und verschwinden irgendwann die Zeichnungen. Der Bauchpanzer ist heller. Die Haut ist phantastisch dekoriert: Der Grundton ist Grau, das verschnörkelte Muster darauf hält sich in weiß und gelb. Streifen und Punkte zieren das hübsche Tier, die hellen Streifen sind schwarz umrandet.

Der Lebensraum

Missi mag dichten Pflanzenwuchs, in dem sie sich verstecken kann. Darüber hinaus lebt sie davon, denn sie ernährt sich vorwiegend pflanzlich und mag auch Algen.

Verhaltensweisen

Die Männchen balzen manchmal auch schnell eine andere Art an. Daher ist es empfehlenswert, dass Du ihn dann separat hältst. Ein einzelnes Männchen kannst Du gern versuchen, mit anderen Männchen anderer Arten zusammen zu halten, doch mehrere Mississippi-Höckerschildkrötenmännchen vertragen sich nicht gut.

Ernährung

Die Mississippi-Höckerschildkröte isst Wasserpflanzen, Algen, Schnecken, Fisch und Muscheln, aber wie bereits eingangs erwähnt – lieber ernährt sie sich pflanzlich. Futtertiere kannst Du getrocknet geben, aber auch lebendig und auch gefroren.

Fortpflanzung

Ab Herbst kann die Paarung beginnen, doch zumeist beginnt sie im Frühjahr. Zwischen Mai und Juli findet die Eiablage statt. Ein Gelege umfasst 2 bis 7 Eier, also schon überaus mehr, als viele ihrer Verwandten. Denn hinzukommt, dass es nicht bei einem Gelege bleibt, sondern bis zu 3. Das macht effektiv, im Bestfall 45 Eier!

Erkrankungen

Die Mississippi-Höckerschildkröte kann neben der möglichen Legenot auch unter Ohrabszessen, Parasiten, zu langen Krallen, Blindheit, Erkältungen bis hin zur Lungenentzündung, Panzerveralgung, der Weißfleckenkrankheit, Vitamin-A-Mangel oder –überschuss leiden.

Zucht

Die nicht ganz runden Eier brechen zwischen Tag 72 bis zum 90. Tag auf, der genaue Schlupfzeitpunkt wird durch die vorherrschende Temperatur beeinflusst. Bei 28 Grad Celsius ergibt es Männchen und bei 30 bis 33 Grad Celsius entwickeln sich die Weibchen.

Haltung

Die Mississippi-Höckerschildkröte hat bestimmte Temperaturansprüche. Im Sommer mag sie gern 32 bis 34 Grad Celsius, im Winter aber auch mindestens 28 Grad Celsius. Da Missi ursprünglich aus den südlichen USA stammt, bevorzugt sie als Futter Wasserpflanzen, Algen, Süßwasserfisch und Bachflohkrebse. Generell kannst Du eine Mississippi-Höckerschildkröte in passender Größe gemeinsam halten, insofern sie weiblich sind. Die Männchen solltest Du separat halten. Hin und wieder balzen die Herren der Schöpfung auch schon mal „versehentlich“ andere Arten an. Solltest Du das bemerken, solltest Du ihn definitiv separat halten. Unter 300 Litern Wasserteil solltest Du gar nicht erst beginnen, die Mississippi-Höckerschildkröte mag es geräumig im Wasser.