Futterpflanzen

Scharbockskraut

Das Scharbockskraut gehört zu den Wildkräutern und gesellt sich somit in eine facettenreiche Reihe an für Landschildkröten ausdrücklich geeignete Futterpflanzen (bis zur Blüte, danach nicht mehr). Das Kraut gehört zu den Hahnenfußgewächsen und gilt als Frühjahrsblüher. Auch als Feigwurz ist die Pflanze bekannt, der heilende Kräfte nachgesagt werden. Als Halbrosettenpflanze schon gut erkennbar findest Du das Kraut sowieso draußen beim Spaziergang, doch anhand seiner eigenartigen Wurzel, die mit Knollen besetzt ist, wirst Du es definitiv zu identifizieren wissen.

Beschreibung

Als ausdauernde, krautige Pflanze schafft es das Scharbockskraut auf eine Wuchshöhe von 10, maximal 20 Zentimetern. Feigwurz wird die Pflanze deswegen genannt, weil sie 1 bis 2 Zentimeter lange, ihr typische Wurzelknollen aufweist. Solltest Du beim Spaziergang Scharbockskraut für Deine Schildkröten ernten so vermeide es bitte, sie zu entwurzeln. Das wiederrum gewährleistet deren Bestand. Diese Pflanze wächst nämlich ausdauernd und gehört somit nicht zu denen, die nach einem Jahr absterben.

Die hohlen Stängel sind kahl, die Laubblätter, die ungeteilt und langstielig sind, erinnern an die, der Kapuzinerkresse. Maximal 6 Zentimeter Durchmessen weisen sie auf, mindestens jedoch anderthalb. Allerdings glänzen diese leicht fettig und deren Rand ist gekerbt.

Die Blüten fallen auf: Sie sind gelb und sternförmig, drei bis 5 Kelchblätter gesellen sich hier zusammen. Die Blütezeit ist zwischen März bis in den Mai hinein. Die Blüten werden erst dann gelb, wenn die Wurzelknollen sich bilden. Da dieses Kraut bei Insekten aufgrund seines leicht erreichbaren Nektars ausgesprochen beliebt ist, wird es sich stets adäquat vermehren können.

Der ideale Standort und Pflegeaufwand

Das Hahnenfußgewächs kommt ursprünglich aus Nord- und Mitteleuropa. 5 Arten werden unterschieden, wovon auch alle in unseren Gefilden vorkommen. Der Boden sollte stickstoffreich sein, halbschattig bis schattig und tiefgründig.

Allgemeine Verwendung

Zum einen gilt das Scharbockskraut als Zierpflanze, zum anderen jedoch auch als Nutzpflanze zur Verfütterung an Vieh. Auch als Heilpflanze ist sie bekannt. Überdosiert darf es allerdings nie angewendet werden, die Dosis macht das Gift! Es soll wirken gegen Frühjahrsmüdigkeit, Warzen, Hämorrhoiden, Hautunreinheiten und Vitamin C-Mangel.

Scharbockskraut aus Schildkrötenperspektive

Das Wildkraut beinhaltet derart viel Vitamin C, dass es sogar vom Menschen gegen Mangel eingenommen worden ist. Außerdem stecken darin Anemonin, Protoanemonin, Saponine und Gerbstoff. Die Wurzelknollen speichern Stärke. Allerdings gehört die Pflanze an sich ja sowieso nicht entwurzelt, sodass es hier nicht zu einem Problem kommen wird für Dein Panzerchen. Bitte achte darauf, das Kraut nicht mit einem anderen Hahnenfußgewächs zu verwechseln, die dann Deine Schildi womöglich bis wahrscheinlich nicht so gut verträgt.

Feigwurz sollte auch nur im zeitigen Frühjahr an Landschildkröten verfüttert werden. Zum späteren Zeitpunkt schüttet das Kraut Potoanemonin aus, sodass es nicht mehr genießbar ist. Allerdings fressen die Tiere das Kraut dann erfahrungsgemäß von sich heraus bereits nicht mehr. Bei dem Verzehr von Potoanemonin beim Menschen kommt es ebenfalls zu Vergiftungserscheinungen wie Rötung und Blasenbildung der Haut, Erbrechen, Durchfall und Schwindel, Krämpfen, sowie Lähmungserscheinungen.

Foto © emer – Fotolia.com

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