Futterpflanzen

Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse hat mit unserer gemeinen Küchenkresse nichts zu tun. Tropaeolum ist die ausnahmslose Kreuzblütenartige in der Familie der Kapuzinerkressegewächse. Erst kürzlich galt sie sogar als Arzneipflanze des Jahres. Ich persönlich kenne die Kapuzinerkresse in Orange, was sicherlich auch ein Blickfang für Landschildkröten darstellt. Die Pflanze ist saftig und klettert, kriecht aber auch und kann über mehrere Jahre hinweg gedeihen. Auch mit gelben Blüten gibt es dieses Kraut. Auch Menschen dürfen Kapuzinerkresse essen und gerade Liebhaber des Wildsalates tun das auch mit Genuss. Allerdings wirst Du die Pflanze kaum im Gehege säen können, denn sobald sie da sind, werden sie samt Stumpf und Stiel zu gern von den Landschildkröten verspeist. Ähnlich der Lotusblume perlt auch von der Kapuzinerkresse Wasser einfach ab, sodass sie meist schön sauber bleibt, da auch kein Schmutz daran haften kann. Und auch kulinarisch betrachtet lässt sich der Kreuzblütler nicht lumpen und springt auch gern mal als Ersatz für die Kaper ein.

Beschreibung

Etwa 90 verschiedene Arten gibt es insgesamt, die aktuell bekannt sind. Kapuzinerkresse kann klettern und kriechen und mehr als ein Jahr überleben. Die kletternden Arten winden sich um alles, was sie zu fassen bekommen. Die Laubblätter wachsen meist wechselständig. Die Blätter sind schildförmig.

Die farbenfrohen Blüten sind meist groß und zwittrig. Von 5 Kelchblättern sind 3 miteinander verwachsen und bilden somit den langen Nektarsporn. Zwischen Juni und Oktober ist die Blütenzeit der Kapuzinerkresse.

Der ideale Standort

Ursprünglich kommt die Kapuzinerkresse aus Mittel- und Südamerika. Der bevorzugte Standort ist das Gebirge. Von Juni bis August kannst Du Kapuzinerkresse sammeln.

Wenn Du selbst Kapuzinerkresse ziehen willst, muss der Samen etwa 1 bis 2 Zentimeter tief in den Boden – bitte direkt im Freiland. Sobald kein Forst mehr zu erwarten ist, kannst Du mit der Saat loslegen. Deine Mühe wird auch flink belohnt, denn Kapuzinerkresse wächst recht schnell: Nach 7 bis 10 Tagen beginnt die Keimung bereits. Mehr als Licht und etwas Wasser braucht die Kapuzinerkresse nicht.

Verwendung

2013 war die Kapuzinerkresse die Arzneipflanze des Jahres was darauf schließen lässt, dass die heilende Wirkung des Krautes aktuell entdeckt worden sind.
Im Salat findet die Kapuzinerkresse einen schönen Platz (daher auch der Name „Salatblume“), aber sie wird auch in Salzlake eingelegt und dann als Kapernersatz verspeist. Essbar sind gerenell Blätter, Knospen und Blüten.

Zudem ist das Kraut gesund: Es wirkt antibiotisch, pilztötend, schleimlösend und blutreinigend und wird somit angewendet bei Bronchitis, Halsentzündungen, grippalen Infekten, Verstopfung und bei Infektionen der Harnwege.

Die Kapuzinerkresse aus Perspektive einer Landschildkröte

Kapuzinerkresse beinhaltet Senfölglycoside, Samenöl und Vitamin C. Geschmacklich ist Kresse eher scharf.

Foto © emer – Fotolia.com

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