Futterpflanzen

Hauswurz

Mit Hauswurz hast Du Dich für eine robuste, nahezu anspruchslose Mini-Staude entschieden als Schildkrötenfutter. Hauswurz – oder Sempervivum – gehört zur Familie der Dickblattgewächse. Die Unterarten des Hauswurzens sind schier unendlich – über 7000 müssen es inzwischen sein. Gesehen hast auch Du Hauswurz ganz sicher schon mal. Auch ich war erstaunt, dass man ihn an Schildkröten verfüttern kann, wobei genau nichts dagegen spricht, aber bisher nahm ich Hauswurzen so unbewusst war, dass ich sie rein zum dekorativen Zweck verwendete. Der Trivialname „Hauswurz“ ist hier der Oberbegriff, denn auf die verschiedenen Sorten kann ich schlicht aufgrund der Mannigfaltigkeit keine besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das Dickblattgewächs gehört zur Ordnung der Steinbrechartigen. Viel Platz für Wurzeln musst Du definitiv nicht einplanen, denn diese wachsen nur sehr oberflächlich, zudem ist die Pflanze ausgesprochen anspruchslos.

Beschreibung

Hauswurz sieht aus, wie ein relativ spitzes Rosettenpolster, wobei die Pflanze, also deren Korpus an sich, hellgrün sind und die Spitzen rot auslaufen. Hauswurz ist immergrün und eine sukkulente Pflanze. Die fleischigen Blätter sind flaumig behaart, was allerdings kaum auffällt, wie ich finde. Die dickwandigen Blätter speichern Wasser, was Deiner Schildkröte also zu Gute kommt beim Verzehr.

Die Blattform selbst variiert, je nach genauer Gattung etwas, aber meist sind sie elliptisch oder lanzettig oder eiförmig, andere sind wiederrum eher keilförmig. Manche Sorten haben an den rötlich gefärbten Spitzen ein verhältnismäßig weiches Haarbüschel. Diese Spitzenfärbung variiert, je nach Standort und Jahreszeit, zwischen rot und braun. Die Blätter selbst sind meist hellgrün, können aber auch olive sein oder graugrün. Das hängt ganz von der Intensität der Sonneneinstrahlung ab.

Die Blüten heben sich aus dem Rosettenpolster hervor und sehen aus, als seien sie gewickelt oder als würde sich die Rosette in die Höhe schrauben. Die Blütenblätter, an der Spitze dieser emporgeschraubten Rosette sind meist gelb und kahl. Andere können purpur sein oder weiß. Die Blüte verläuft eher spärlich und die lanzettförmigen Keilblätter sind an der Basis miteinander verwachsen. Zwischen Mai und August ist die Blütezeit der Hauswurz. Die Rosette, aus der die Pflanze heraus blüht, stirbt danach – also etwa August oder September – ab.

Der ideale Standort

Ursprünglich kommt Hauswurz aus dem Iran und Marokko. Inzwischen ist er verbreitet in Spanien und der Türkei und bevorzugt daher trockenen Boden. Selten findest Du Hauswurz auf humosem Boden, sondern viel mehr in steinigen Gefilden.

Diese Staude bedarf wenig Pflege, auch Gießen ist nicht oft notwendig. Insgesamt betrachtet ist Hauswurz also regelrecht anspruchslos.

Hauswurz aus Schildkrötenperspektive

Deine Landschildkröte darf Hauswurz zu sich nehmen. Diese Pflanze versorgt Dein Tier gut mit Feuchtigkeit, da die dicken Blätter das Wasser gut speichert, was dann folglich Deine Schildi beim Verzehr mit aufnimmt. Gerade Dachwurz ist ausgesprochen beliebt bei dem kleinen, wandernden Panzern. Zudem ist Hauswurz sehr dekorativ. Selbstverständlich sollte auch Hauswurz ungedüngt ins Gehege kommen. In ein Terrarium gehört die Pflanze, ebenso wie die Tiere, nicht.

Foto © T. Linack – Fotolia.com

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