Gelbkopfschildkröte

Bei der Gelbkopfschildkröte (Indotestudo elongata) handelt es sich um eine Art der Asiatischen Landschildkröten. Insgesamt sind weltweit drei Arten der Asiatischen Landschildkröte bekannt. Die Gelbkopfschildkröte kann man von Neapel bis Malaysia finden. Sie ist im gesamten Südosten Asiens angesiedelt. Es wird angenommen, dass diese Art zugleich die am meisten verbreitete Schildkrötenart im indo-malaysischen Raum ist.

gelbkopfschildkroete

Die Gelbkopfschildkroete

Körperbau & optische Erscheinung

Es handelt sich hierbei um eine mittelgroße Landschildkröte die eine Panzerlange bis ca. 35 cm erreichen kann. Eher normal sind jedoch Tiere mit 30 cm. Das Gewicht schwankt je nach Gebiet aufgrund der Nahrungsaufnahme und beträgt im Durchschnitt 3,5 Kilogramm. Sie hat einen länglich geformten Rückenpanzer der im Verhältnis schmal erscheint. Schwarze, unregelmäßige Flecken dekorieren den sonst eher gelben und gelbgrünen Panzer. Der Schwanz der Gelbkopfschildkröte endet in einem Hornnagel. Die Hinterbeine haben flache Schuppen, die Vorderläufe sind mit spitzen Schuppen versehen die sich überlagern.

Geschlechtererkennung

Die männlichen Tiere sind meistens größer als die Weibchen und erreichen gerne 33 Zentimeter Panzerlänge. Während die Weibchen eher bei 28 bis 30 Zentimeter ausgewachsen sind. Dafür sind die weiblichen Schildkröten etwas runder in ihrer Form und somit ist der Rückenpanzer auch im Vergleich zum Männchen etwas breiter. Typisch für männliche Tiere ist der konkave Bauchpanzer, durch den die Tiere deutlich leichter auf die Weibchen aufreiten können. Weibliche Tiere haben einen flachen Bauchpanzer und auch einen kürzeren, dünnen Schwanz. Sieht man zwei adulte Gelbkopfschildkröten kann man die Geschlechter manchmal auch an den Fußnägeln vorne erkennen. Die sind bei Weibchen deutlich länger und haben auch eine stärkere Krümmung. Das beste Indiz für eine Geschlechtererkennung ist und bleibt aber bei der Gelbkopfschildkröte der Bauchpanzer.

Lebensraum

Die Gelbkopfschildkröte lebt vorzugsweise in hügeligen bis bergigen Gebieten. Wie oben bereits erwähnt, ist sie im Südosten Asiens zu finden und dort von Nepal bis in den Norden Indiens. Bangladesch, Kambodscha, Vietnam, Laos und auch Malaysia sind Regionen in denen man oft auf die Gelbkopfschildkröte trifft. Um die Tiere in der Natur zu sehen sollte man vorzugsweise Wälder ansteuern, denn die Schildkröten sind gerne in Waldregionen. Sie leben aber in niederschlagsreichen und auch in trockenen Gebieten. Sie können als eine der wenigen Arten sogar Temperaturen bis 48 Grad überleben und wissen damit umzugehen. Trotzdem leben sie oft bei nur 12 bis 20 Grad.

Ernährung / Futter

Wildkräuter und andere Pflanzenteile sind sehr beliebt auf dem Speiseplan der Gelbkopfschildkröte. Noch viel beliebter jedoch sind Nacktschnecken. Früchte und Pilze werden auch häufig gegessen und sind im natürlichen Lebensraum immer wieder auffindbar.

Fortpflanzung

In der Natur dauert es von der Eiablage bis zum Schlupf zwischen 110 bis 180 Tagen. In Gefangenschaft funktioniert dies viel schneller, da in einem Inkubator konstante Temperaturen herrschen und die Eier unter Umständen bereits nach 80 Tagen und früher fertig sind.

Leben in Gefangenschaft

Die Gelbkopfschildkröte ist in Deutschland bekannt, wird aber trotzdem nicht so oft gehalten. Die Schildkröte braucht eine hohe Luftfeuchtigkeit und einen großen Lebensraum. Sie ernährt sich von Löwenzahn, Spitzwegerich und vielen anderen Kräutern die auch bei der Griechischen Landschildkröte und vielen anderen Landschildkröten auf dem Speiseplan stehen. Die Temperatur sollte für die Tiere immer zwischen 26 bis 32 Grad betragen. Allein hier haben viele Halter schon zu kämpfen, da man dafür meistens sehr aufwändige Technik benötigt. In der Paarungszeit sind die Tiere manchmal aggressiv. Ansonsten aber sehr friedlich.

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