Vierzehenschildkröte

Optische Merkmale


Die eher kleine Größe der Vierzehenschildkröte ist nur ein Merkmal, aber keines wodurch man sie definitiv erkennen kann. Ein weiteres Merkmal ist der Panzer. Sie hat einen ovalen, fast kreisrunden Rückenpanzer der zudem noch ziemlich flach ist. Weit flacher als bei anderen Arten der Gattung Testudo. Eine gelbe bis braune und auch olive Färbung zeichnet die Grundfarbe des Panzers. Hinzu kommen dunkle Flecken. Die Vierzehenschildkröte hat grundsätzlich nur vier Zehen, woher auch ihr Name abgeleitet wird. Andere Arten haben meistens fünf Zehen.


Geschlechtserkennung


Man erkennt die männliche Vierzehenschildkröte an ihrem gewölbten (konkaven) Bauchpanzer der ihr das Aufreiten auf die Weibchen erleichtert und ihnen Halt bietet. Die männlichen Tiere haben einen längeren und dickeren Schwanz als die Weibchen. Dafür sind die weiblichen deutlich großer und haben einen ganz flachen Bauchpanzer.


Vorkommen & Lebensraum


Insgesamt spricht man von vier Unterarten der Vierzehenschildkröte, die man vom Kaspischen Meer über Usbekistan, Kasachstan und Tadschikistan bis hin in den Osten des Iran und Norden von Afghanistan finden kann. Manchmal findet man die Vierzehenschildkröte sogar bis rüber ins westliche China. In ihren Lebensräumen findet man immer wieder steinige und karge Landstriche, daher hat die Vierzehenschildkröte auch ihren weiteren Namen „Steppenschildkröte“. Sie kann sich gut in trockenen und ariden Gebieten anpassen. Am häufigsten jedoch sind die Tiere in der Nähe von Flüssen anzutreffen.


Anmeldung ohne Papiere / EU-Bescheinigung


Die Vierzehenschildkröte (russische Landschildkröte, auch Steppenschildkröte) benötigt in Deutschland keine behördlich ausgestellten Papiere. Ohne diese Papiere bedeutet jedoch nicht, dass die Meldepflicht für die Russische Landschildkröte nicht zutrifft. Sie steht wie andere europäische Landschildkröten auch, ohne dem Washingtoner Artenschutzabkommen und ist im Anhang II eingestuft.


Es dürfen nur innerhalb der EU gezüchtete Tiere die Ländergrenzen überschreiten und auch nur diese Tiere dürfen abgegeben werden. Trotz das ohne behördliche Papiere ein Besitz erlaubt ist, muss die Herkunft nachgewiesen werden. Wer eine Vierzehenschildkröte kauft, braucht daher vom Züchter einen ordentlichen Herkunftsnachweis. Wenn der Kauf nicht beim Züchter stattfindet sondern bei einem zwischenzeitlichen Besitzer, so verfügt dieser i.d.R. über einen solchen Nachweis vom Züchter und überreicht diesen bei der Übergabe mit.


Vom Erwerb einer Vierzehenschildkröte ohne richtigen Herkunftsnachweis ist dringend abzuraten. Wenn die Herkunft und Abstammung nicht korrekt nachgewiesen wird, kann dies zur Beschlagnahmung der Schildkröten führen.


Die Anmeldung erfolgt i.d.R. bei der Natur- und Artenschutzbehörde und ist kostenfrei. Einfach bei der eigenen Gemeinde nachfragen. Die Mitarbeiter der Gemeinde teilen dir mit, wie du die Schildkröte in deiner Region anmelden musst. Oft reicht hier ein formloses Schreiben. Wenn eine Schildkröte verstirbt, muss diese bei der Gemeinde wieder abgemeldet und als verstorben gemeldet werden. Nur so kann eine gute Datenbank zur Population von Landschildkröten geführt werden.

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